Die Pandemie der Eindimensionalität


Seit bald zwei Jahren ist die eine Botschaft allgegenwärtig: die größte Gefahr, die die Menschheit wie auch uns individuell überall und jederzeit, wo wir anderen begegneten, bedrohe, sei die durch das SARS-CoV-2 oder, wie es oft in beschwörendem Tonfall heißt, die durch ›die Pandemie‹. Rettung bringe ausschließlich die Impfung.


Alle müssten deshalb dabei mitmachen. Nur so sei die Herdenimmunität herzustellen, die das Virus aus der Welt schaffen werde. Ein kennzeichnendes Merkmal der sich darin äußernden Sicht ist ihre Eindimensionalität: es gäbe genau ein Problem, das nur eine Ursache hätte und deshalb auch nur die eine Lösung, die diese eine Ursache aus der Welt schaffe. Doch die Ursachen der Phänomene in der realen Welt haben eines gemeinsam: sie treten so gut wie nie im Singular auf.

Dem scheint die Alltagserfahrung zu widersprechen. Jörg Phil Friedrich führt den Steinwurf gegen die Glasscheibe ins Feld, um zu unterstreichen, dass »klar ist, dass diese konkrete Scheibe jetzt kaputt ist, weil ich einen Stein dagegen geworfen habe«. Das mag oft so sein, doch wenn der Stein z.B. nur eine Masse von wenigen Gramm hatte und nur mit leichtem Schwung geworfen wurde, sollte man sich schon fragen, ob noch andere Faktoren im Spiel waren. Völlig anders sieht die Sache aus, wenn wir dem Steinwurf in einen anderen Kontext stellen: ein faustgroßer Stein wurde durchaus mit Wucht gegen eine Scheibe geworfen, die zu einem Geschäft gehörte, dessen Inhaber diese, vom Hersteller als bruchsicher beworbene, Scheibe erst vor kurzem einbauen lassen hatte. Bei dem Verfahren um Schadensersatz, das der Geschäftsinhaber gegen die mit dem Einbau beauftragte Firma anstrengt, geht es dann genau darum, dass keinesfalls klar ist, dass der Steinwerfer schuld am Glasbruch ist, sondern ob vielmehr die Firma nicht sauber gearbeitet bzw. nicht das spezifizierte, d.h. vielmehr minderwertiges Material eingebaut bzw. geliefert bekommen hatte oder ob der Hersteller sogar mit unseriösen Versprechen arbeitet. Noch einmal anders stellte sich die Sache dar, wenn der Stein nicht mit der Hand geworfen, sondern mit einem Katapult geschossen worden wäre. Hier wäre dann zu diskutieren, was ›bruchsicher‹ im vorliegenden Fall genau heißt. Der Begriff der Stabilität hat nicht nur einen faktischen, sondern auch einen normativen Gehalt: in der Technik gilt als stabil, was unter auslegungsgemäßen Lasten das auslegungsgemäße Verhalten zeigt. Es gibt keine absolute Stabilität.

Tatsächlich verhindern die Schemata des Alltagsverstandes, ganz besonders das Denken in in linearen Wirkungsketten, oft die Wahrnehmung von komplexeren Zusammenhängen.


Tatsächlich besiedeln Bakterien und Viren komplexere Organismen wie auch den menschlichen Körper in Zahlen, die die von deren Zellen um mindestens eine Größenordnung übertreffen, und sie tun dies, weil diese Organismen, genauer: die Gesellschaften, zu denen sie sich formieren, ihnen ein Habitat bieten, d.h. ihre Reproduktion ermöglichen bzw., wie im Fall der Viren, sogar betreiben. Viren haben, anders als Bakterien, keinen eigenen Stoffwechsel und können sich auch nicht selbständig vermehren, sondern benötigen dazu Wirtszellen, doch sind sie integraler Bestandteil des Lebens und sogar Treiber von dessen Evolution, indem sie auch einen horizontalen Genaustausch ermöglichen.


Ein Virion ist eine Art genetischer Flaschenpost. Vieles aus dieser, als Mikrobiom bezeichneten, Mikrowelt ist für die Physiologie und Integrität der Organismen sogar konstitutiv. Ohne das Mikrobiom der Haut funktionierte diese nicht als Schutzwall gegen fremde Mikroben und ohne das des Darmes gäbe es keine Verdauung; wobei spezielle Viren, die sogenannten Bakteriophagen nicht nur dafür sorgen, dass die Darmbakterien nicht überhandnehmen, sondern als Genboten deren Evolution vorantreiben.


Das Verhältnis der Organismen zu dieser Mikrowelt ist evolutionär entstanden, d.h. aus einer Geschichte gegenseitiger Anpassung hervorgegangen. Dieser Anpassungsprozess geschieht beständig, ohne, solange es Leben gibt, jemals einen Abschluss zu finden.


Während die Menschheit lernte, manches, mit dem sie im Verlaufe ihrer zivilisatorischen Entwicklung — durch Haustiere, Siedlungsverdichtung, Verkehr — konfrontiert wurde und an das sich anzupassen eher schwierig war oder misslang, durch geeignetes Verhalten zu vermeiden bzw. dieses durch sanitäre Einrichtungen von sich fernzuhalten, blieben ihr, neben vielem anderen, die vorwiegend zu den Viren zu rechnenden Begleiter, denen episodisch auftretende Phänomene wie Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Hals- und Kopfschmerzen auch mit etwas Fieber zugerechnet werden, erhalten. Vielgestaltigkeit und Variabilität sind die hervorstechenden Merkmale dieser sogenannten respiratorischen Viren, die prosperieren werden, solange Menschen Schleimhäute haben und atmen. Generell gilt im Verhältnis zwischen der Menschheit und ihrer angestammten Mikrowelt, dass episodisch auftretende Ereignisse wie Epidemien oder auch nur die alljährlicher Erkältungssaison ebenso sehr mit Veränderungen des Habitats, das sie ihr bietet, wie mit Entwicklungen jener Mikrowelt zu tun haben, die immer in Wechselwirkung mit jenem stattfinden. Sie signalisieren Verschiebungen, die bestimmten Arten eine disproportional große ökologische Nische einräumen.


Der fundamentale Irrtum des heute vorherrschenden eindimensionalen Denkens besteht in dem Glauben, Erkrankungen, die in der Folge solcher ökologischer Verschiebungen auftreten, primär durch ein Bekämpfung von einzelnen, dabei als Pathogene in den Blick geratenden, Bakterien oder Viren aus der Welt schaffen zu können.

COVID-19 Impfstoffentwicklung


Dienstag, 21.07.2020 .Übersicht aktueller Impfstoffstudien zu COVID-19 weltweit

Als die Europäer im 16. Jahrhundert in die Gebiete Südamerikas vordrangen, schleppten sie auch Infektionskrankheiten aus Europa in die neu eroberten Gebiete ein, mit teils desaströsen Folgen für die dort beheimatete indigene Bevölkerung [1]. Der Grund dafür war eine fehlende Immunität der südamerikanischen Bevölkerung gegenüber den fremden Erregern aus Europa. Ein solches Scenario verdeutlicht eindrucksvoll, wie bedeutsam eine bestehende Immunität, erworben durch natürliche Exposition gegenüber dem Erreger oder durch eine Impfung, für die Gefährlichkeit eines Erregers ist. Um die von dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 ausgehende Gefahr für den Menschen zu reduzierten, wird daher fieberhaft weltweit nach einem geeigneten Impfstoff gesucht.

Zahlreiche Forscherteams arbeiten momentan an dieser Aufgabenstellung. Dabei werden momentan eine Vielzahl von möglichen Impfstoffplattformen untersucht Überblick von Le et al in Nature Reviews


Virale Vektorimpfstoffe

Rund 25 Gruppen sagen, dass sie an viralen Vektorimpfstoffen arbeiten. Ein Virus wie das Masern- oder Adenovirus wird gentechnisch so verändert, dass es im Körper Coronavirus-Proteine produzieren kann. Diese Viren sind geschwächt, sodass sie keine Krankheiten verursachen können. Es gibt zwei Arten: solche, die sich noch in Zellen replizieren können, und solche, die dies nicht können, weil Schlüsselgene deaktiviert wurden.


Nukleinsäure-Impfstoffe

Mindestens 20 Teams wollen genetische Anweisungen (in Form von DNA oder RNA) für ein Coronavirus-Protein verwenden, das eine Immunantwort auslöst. Die Nukleinsäure wird in menschliche Zellen eingeführt, die dann Kopien des Virusproteins produzieren; Die meisten dieser Impfstoffe kodieren für das Spike-Protein des Virus.


Impfstoffe auf Proteinbasis

Viele Forscher wollen Coronavirus-Proteine direkt in den Körper spritzen. Auch Fragmente von Proteinen oder Proteinhüllen, die die äußere Hülle des Coronavirus nachahmen, können verwendet werden.


Branchenversuche

Mehr als 70 % der Gruppen, die Impfstoffforschung betreiben, stammen von Industrie- oder Privatunternehmen. Klinische Studien beginnen mit kleinen Sicherheitsstudien an Tieren und Menschen, gefolgt von viel größeren Studien, um festzustellen, ob ein Impfstoff eine Immunantwort hervorruft. Forscher beschleunigen diese Schritte und hoffen, in 18 Monaten einen Impfstoff fertig zu haben.

28.April 2020 The race for coronavirus vaccines: a graphical guide


Die Seite wird derzeit monatlich aktualisiert. Das nächste Update ist für die Woche ab dem 07. Februar 2022 geplant.

Die COVID-19-Pandemie hat zahlreiche Forschungsinstitute und Unternehmen veranlasst, Impfstoffkandidaten zu entwickeln, die auf diese neuartige Krankheit abzielen.


Dieser Tracker wurde erstmals im April 2020 eingeführt und vom Vaccine Centre der London School of Hygiene & Tropical Medicine entwickelt, um Kandidaten auf ihrem Weg durch die Entwicklungspipeline zu verfolgen. Lesen Sie unsere Korrespondenz in Lancet Global Health für weitere Einzelheiten. Alle Daten und Codes sind über die Github-Seite des LSHTM Vaccine Centre verfügbar.

Zitierdetails: Shrotri, Swinnen, Kampmann, Parker (2021). Eine interaktive Website, die die Entwicklung von COVID-19-Impfstoffen verfolgt. Lancet-Glob-Gesundheit; 9(5):e590-e592.



Ein Interview zur Entwicklung von Impfstoffen mit PD Dr. Michael Mühlebach, Mitglied des Internen Beirats der Zoonosenplattform und Forschungsgruppenleiter am Paul-Ehrlich-Institut vom Montag, 04.05.2020


Der heilige Gral

die Entwicklung eines geeigneten Impfstoffes gegen COVID-19



„Primum, non nocere“, übersetzt: „Als erstes, schade nicht!“


ZOOP: Herr Mühlebach, laut einer Studie von Vasilakis et al dauert die Entwicklung eines Impfstoffes im Schnitt etwa 10 Jahre, wobei nur etwa 6% der Kandidaten es zur Marktreife schaffen. Was macht eine Impfstoffentwicklung so zeitintensiv? Und warum gibt es eine so hohe Misserfolgsrate?


Mühlebach: Die relativ langen Entwicklungszeiten und hohen Misserfolgraten sind kein spezielles Charakteristikum der Impfstoffentwicklung alleine, sondern eine Tendenz, die bei allen Arzneimitteln zu beobachten ist. Im Kern steht immer das Prinzip: „Primum, non nocere“, übersetzt: „Als erstes (im Sinn von obersten Prinzip), schade nicht!“. Dies bedeutet, dass alle Arzneimittel während ihrer Entwicklung zeigen müssen, dass sie mehr nützen als schaden, und dass ggf. Nebenwirkungen in jedem Fall in einem akzeptablen Rahmen bleiben. Dies wird besonders deutlich bei Impfstoffen, die ja prinzipiell gesunden Personen verabreicht werden, und deren Nutzen in der Verhinderung von Krankheiten liegt, das heißt man erkennt diesen Nutzen noch nicht einmal direkt.

Deswegen wird bei der Entwicklung solcher Arzneimittel und insbesondere von Impfstoffen sehr bedacht vorgegangen, um dieses Nutzen-Risiko-Verhältnis sehr genau zu beschreiben und auch die dabei behandelten Testpersonen keinem vermeidbaren Risiko auszusetzen.

Die Misserfolgsrate setzt sich aus einer Vielzahl von Faktoren zusammen. Zum einen kann es sein, dass ein im Tiermodell vielversprechendes Impfstoffkonstrukt dann im Menschen nicht wie erhofft funktioniert, es stellt sich heraus, dass er nicht in der notwendigen Menge oder Qualität produziert werden kann, es zeigen sich während der Entwicklung nicht akzeptable Risiken im Hinblick auf Nebenwirkungen oder er ist schlicht nicht so gut wie ein alternatives Produkt, so dass es keinen Sinn macht, ihn weiter zu entwickeln.

ZOOP: Was für Stadien muss ein Impfstoff bis zur Zulassung durchlaufen?

Mühlebach: Die Impfstoffentwicklung startet mit sogenannten Proof-of-Concept Studien im Labor, in dem ein Impfstoffkonzept darauf getestet wird, ob es in einem passenden Krankheitsmodell überhaupt schützen kann. Zeigen sich in diesem Modell vielversprechende Daten, so muss eine Produktion für den Impfstoffkandidaten etabliert werden, die es erlaubt, den Impfstoff in einer Qualität und Menge herzustellen, so dass er überhaupt an Menschen angewandt werden kann. Impfstoffkandidaten der entsprechenden Qualität müssen dann in Tiermodellen für Toxikologie und Pharmakologie zeigen, dass eine Wirksamkeit, aber vor allem Sicherheit bei der Anwendung am Menschen erwartet werden kann.

Mit diesen Daten müssen dann klinische Studien an freiwilligen Menschen, den Probanden, schrittweise beantragt und durchgeführt werden. In sogenannten klinischen Prüfungen der Phase I geht es dann vor allem darum, die Sicherheit der Impfstoffe an relativ kleinen Probandenzahlen auch im Menschen nachzuweisen. Hat sich die aus den Tiermodellen zu erwartende Sicherheit bestätigt, so geht es dann in den nächsten Studien der Phase II darum, die immunisierende Wirkung des Impfstoffkandidaten und die dazu notwendige optimale Dosis, Art der Immunisierung und Abfolge möglicherweise notwendiger Mehrfach-Immunisierungen auch im Menschen zu ermitteln. In Studien der Phase III muss der Impfstoff schließlich Wirksamkeit beweisen, dass eine Immunisierung und die dabei provozierten Immunantworten tatsächlich auch vor der Krankheit schützen. Dazu werden in der Regel eine ausreichend große Anzahl von Probanden immunisiert und nach einer bestimmten Zeit geprüft, ob in der Probandengruppe statistisch weniger Menschen infiziert oder erkrankt sind als zur gleichen Zeit unter den gleichen Bedingungen in einer restlichen vergleichbaren Bevölkerungsgruppe krank geworden sind. Daraus kann man dann eine Schutzwirkung ableiten und die Zulassung des Impfstoffs beantragen bzw. ggf. erteilen.

Das Paul-Ehrlich-Institut – die in Deutschland für Impfstoffe zuständige nationale Behörde

ZOOP: Welche Rolle nimmt das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in diesem Prozess in Deutschland ein?

Mühlebach: Das PEI ist die in Deutschland für Impfstoffe zuständige nationale Behörde. Die für die Zulassungsverfahren notwendigen gerade erwähnten klinischen Studien, die in Deutschland durchgeführt werden sollen, müssen vorher von unserem Institut auf Basis der Anforderungen genehmigt werden. Die Zulassung der Impfstoffe nach erfolgreicher Phase III erfolgt mittlerweile in der Regel im europäischen Rahmen durch die Europäische Kommission nach Bewertung der Expertinnen und Experten des PEI und der anderen nationalen Arzneimittelbehörden in Gremien der Europäischen Arzneimittelagentur EMA. Nach erteilter Zulassung wird dann die Sicherheit und Wirksamkeit der auf dem Markt befindlichen Impfstoffe auf nationaler Ebene fortlaufend im Rahmen der sogenannten Pharmakovigilanz überwacht. Auch hierfür ist in Deutschland das PEI bei den Impfstoffen zuständig. Zudem erteilt das PEI für jede Charge die staatliche Chargenfreigabe.

ZOOP: Kann das Verfahren im Falle einer weltweiten Pandemie, wie bei COVID-19, beschleunigt werden?

Mühlebach: Inhaltlich muss sichergestellt sein, dass weiterhin die notwendige Sorgfalt bei den Genehmigungs- und Zulassungsprozessen walten gelassen wird


Interner Beirat 2019/ 2020 - Beiratsmitglieder (Zoonosen sind .net)

Dr. Anton Aebischer

Institut: Robert Koch-Institut

Expertisen: Parasitologie

Prof. Dr. Sascha Al Dahouk

Institut: Bundesinstitut für Risikobewertung, Abteilung Biologische Sicherheit

Expertisen: Klinische Infektiologie, Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie, Public Health

Dr. Julia Assmann

Institut: Robert Koch-Institut

Expertisen: Mikrobiologie, Bakteriologie, Molekularbiologie

Forschungsinteressen: Biofilme, bakterielle Kommunikation, One Health

Prof. Dr. Stefanie Christine Becker

Institut: Institut für Parasitologie, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

Expertisen: Vektorökologie, Taxonomie und Populationsgenetik, Vektor-/Insektenimmunität, Virusgenetik, Evolution und Ökologie, Co-Infektionen und Mikrobiom

Prof. Dr. Martin Beer

Institut: Institut für Virusdiagnostik, Friedrich-Loeffler-Institut

Expertisen: Fachtierarzt für Virologie, Fachtierarzt für Mikrobiologie

Forschungsinteressen:  veterinärmedizinisch bedeutsame Viruserkrankungen; Diagnostik und Differentialdiagnostik

Prof. Dr. Stefan Bereswill

Institut: Institut für MikrobiologieAG Gastrointestinale Mikrobiologie, Charité Universitätsmedizin Berlin

Expertisen: Gastrointestinale Mikrobiologie

Dr. Martin Blume

Institut: Robert Koch-Institut

Expertisen: Stoffwechsel mikrobieller Pathogene

Dr. med. Victor Corman

Institut: Institut für Virologie , Charite - Universitätsmedizin Berlin

Expertisen: klinische Virologie, Diagnostika und die Charakterisierung neu auftretender Viren im Menschen

Dr. Stefan Brockmann

Institut: Regierungspräsidium Stuttgart - Referat 92 - Gesundheitsschutz und Epidemiologie

Expertisen: Epidemiologie, Mikrobiologie, Hygiene

Dr. Gerhard Dobler

Institut: Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr

Expertisen: Epidemiologie, Diagnostik und Prophylaxe von Flaviviren und Alphaviren; Nationales Konsiliarlabor für FSME

Prof. Dr. Christian Drosten

Institut: Institut für Virologie, Charité - Universitätsmedizin Berlin

Expertisen: klinische Virologie, Molekulardiagnostik, Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie


Dieser Tracker wurde erstmals im April 2020 auf den Markt gebracht und von der VAutophagie ist ein wesentlicher zellulärer Prozess, der Virusinfektionen und andere Krankheiten beeinflusst, und Beclin1 (BECN1) ist einer seiner wichtigsten Regulatoren. Hier identifizierten wir das S-Phasen-Kinase-assoziierte Protein 2 (SKP2) als E3-Ligase, die eine Lysin-48-verknüpfte Poly-Ubiquitinierung von BECN1 ausführt und so dessen proteasomalen Abbau fördert. Die SKP2-Aktivität wird durch Phosphorylierung in einem Heterokomplex reguliert, an dem FKBP51, PHLPP, AKT1 und BECN1 beteiligt sind. Die genetische oder pharmakologische Hemmung von SKP2 verringert die Ubiquitinierung von BECN1, verringert den Abbau von BECN1 und verstärkt den autophagischen Fluss. Die Vermehrung des Coronavirus (MERS-CoV) des respiratorischen Syndroms im Nahen Osten führt zu reduzierten BECN1-Spiegeln und blockiert die Fusion von Autophagosomen und Lysosomen. Inhibitoren von SKP2 verbessern nicht nur die Autophagie, sondern reduzieren auch die Replikation von MERS-CoV um das bis zu 28.000-fache. Die SKP2-BECN1-Verbindung stellt ein vielversprechendes Ziel für wirtsgerichtete antivirale Medikamente und möglicherweise andere Autophagie-sensitive Erkrankungen dar.


Autophagie ist ein wesentlicher zellulärer Prozess, der Virusinfektionen und andere Krankheiten beeinflusst, und Beclin1 (BECN1) ist einer seiner wichtigsten Regulatoren. Hier identifizierten wir das S-Phasen-Kinase-assoziierte Protein 2 (SKP2) als E3-Ligase, die eine Lysin-48-verknüpfte Poly-Ubiquitinierung von BECN1 ausführt und so dessen proteasomalen Abbau fördert. Die SKP2-Aktivität wird durch Phosphorylierung in einem Heterokomplex reguliert, an dem FKBP51, PHLPP, AKT1 und BECN1 beteiligt sind. Die genetische oder pharmakologische Hemmung von SKP2 verringert die Ubiquitinierung von BECN1, verringert den Abbau von BECN1 und verstärkt den autophagischen Fluss.


Die Vermehrung des Coronavirus (MERS-CoV) des respiratorischen Syndroms im Nahen Osten führt zu reduzierten BECN1-Spiegeln und blockiert die Fusion von Autophagosomen und Lysosomen. Inhibitoren von SKP2 verbessern nicht nur die Autophagie, sondern reduzieren auch die Replikation von MERS-CoV um das bis zu 28.000-fache. Die SKP2-BECN1-Verbindung stellt ein vielversprechendes Ziel für wirtsgerichtete antivirale Medikamente und möglicherweise andere Autophagie-sensitive Erkrankungen dar.

Einführung
Makroautophagie (im Folgenden als Autophagie bezeichnet) ist ein konservierter zytosolischer Abbauprozess in Eukaryoten, der die Homöostase von Makromolekülen, Energie und Organellen aufrechterhält1. Es erfordert eine fein abgestimmte Abfolge molekularer Aktionen, die größtenteils von Autophagie-bezogenen Genen (ATGs) ausgeführt werden. In den ersten Schritten wird ein Phagophor, der aus einer Doppelmembran besteht, nukleiert, amplifiziert und schließlich geschlossen, um eine vesikuläre Struktur zu bilden, die als Autophagosom bezeichnet wird und Zellmaterial zum Abbau verschlingt1. Der Abbau erfolgt nach der Fusion von Autophagosomen (AP) mit Lysosomen zu Autolysosomen (AL).


Ein neuerer Regulator der Autophagie ist das HSP90-Cochaperon-FK506-Bindungsprotein (FKBP)512. Im Allgemeinen ist FKBP51 ein Stress-reguliertes Protein, das an zahlreichen Signalwegen beteiligt ist, wahrscheinlich durch gerüstbildende regulatorische Proteinwechselwirkungen3. FKBP51-induzierte Autophagie wird durch einen noch unbekannten Mechanismus von erhöhten Spiegeln von Beclin1 (BECN1) begleitet. Dieses multifunktionale Protein ist entscheidend für Autophagie- und Membrantransportprozesse4. Bei Säugetieren ist BECN1 ein wesentlicher Bestandteil von zwei Phosphatidylinositol-3-Kinase (PI3K)-Komplexen durch seine Interaktion mit entweder Barkor (BECN1-assoziierter Autophagie-bezogener Schlüsselregulator)/ATG14 oder UVRAG (UV-Strahlungsresistenz-assoziiertes Gen)5. Der ATG14-Komplex ist wichtig für die anfänglichen Nukleationsschritte der Autophagie, während der UVRAG-Komplex Funktionen im endozytischen Transport und der autophagosomalen Reifung enthält. ATG14 wird auch auf reifen Autophagosomen gefunden, wo es die Bindung und Fusion von Autophagosomen mit Lysosomen verstärkt.

Unter anderen Autoren

  1. Institute of Virology, Charité-Universitätsmedizin Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, and Berlin Institute of Health, Charitéplatz 1, 10117, Berlin, Germany Daniela Niemeyer, Doreen Muth, Victor M. Corman, Jan Papies, Kirstin Mösbauer, Christian Drosten & Marcel A. Müller

  2. German Centre for Infection Research (DZIF), Berlin, Germany

    Daniela Niemeyer, Doreen Muth, Victor M. Corman, Jan Papies, Kirstin Mösbauer, Christian Drosten & Marcel A. Müller


SKP2 attenuates autophagy through Beclin1-ubiquitination and its inhibition reduces MERS-Coronavirus infection


Alles abgesegnet vom Bundesministerium für Bildung und Forschung


Die Gruppe unter zoonosen.net ist die Nationale Forscherplattform für Zoonosen und gehört zur Springer Nature AG & Co. KGaA ist eine wissenschaftliche Verlagsgruppe mit Sitz in Berlin und operativem Hauptbüro in Heidelberg. Sie zählt zu den zehn umsatzstärksten Verlagsgruppen der Welt.

Die Springer Nature entstand im Mai 2015 aus dem Zusammenschluss der Nature Publishing Group, Palgrave Macmillan und Macmillan Education (alle von der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck) mit Springer Science+Business Media. Im selben Jahr wurde außerdem die J. B. Metzler’sche Verlagsbuchhandlung übernommen. In der Gesellschafterversammlung vom 5. April 2018 wurde die formwechselnde Umwandlung der Gesellschaft in die Springer Nature AG & Co. KGaA mit Sitz in Berlin (Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 195463 B) beschlossen.

Die Gesellschaft hat einen persönlich haftenden Gesellschafter, der die Gesellschaft allein vertritt. Persönlich haftender Gesellschafter ist die Springer Nature Management Aktiengesellschaft. 2021 kündigte die BC Group die Auflage eines Fonds von 1 Mrd. Euro für weitere Investitionen in Springer Nature an.

Anteilseigner 53 % der Anteile hält die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck.


EIJING (AP 1. November 2017) – Der akademische Verlag Springer Nature sagte am Mittwoch, er habe den Zugang zu Artikeln innerhalb Chinas blockiert, um den Forderungen der chinesischen Regierung nachzukommen, inmitten eines Vorstoßes Pekings, die Kontrollen von Informationen von außerhalb des Landes zu verschärfen.

Das Unternehmen sagte in einer Erklärung, dass weniger als 1 Prozent seiner auf den globalen Märkten online verfügbaren Inhalte in China in Übereinstimmung mit „lokalen Vertriebsgesetzen“ gesperrt wurden. „Diese Maßnahme ist zutiefst bedauerlich, wurde jedoch ergriffen, um eine viel größere Auswirkung auf unsere Kunden und Autoren zu verhindern, und entspricht unserer veröffentlichten Richtlinie“, heißt es in der Erklärung. „Dies ist keine redaktionelle Zensur und wirkt sich nicht auf die Inhalte aus, die wir anderswo auf der Welt veröffentlichen oder zugänglich machen.“ Springer Nature, das Niederlassungen auf der ganzen Welt hat, hat nach eigenen Angaben mehr als 275.000 Bücher und 3.000 Zeitschriften veröffentlicht, darunter „Nature“ und „Scientific American“. Jahresumsatz 2019 über 1,5 Milliarden

Ländervergleich Indien - Südafrika - Deutschland
Infektionsrate

Indien 3,02%
Deutschland 13,10%
Südafrika 6,02%
Impfquote in folgenden Ländern am höchsten:
Gibraltar mit 100,0%
Pitcairninseln mit 100,0%
Vereinigte Arabische Emirate mit 99,0%
Portugal mit 94,3%
Kuba mit 93,4%

Auf Corona-in-Zahlen.de finden Sie COVID-19 Kennzahlen, die durch die Johns Hopkins Unversity und das ECDC erhoben wurden (siehe Datenquellen für weitere Informationen, alle Angaben ohne Gewähr).

Die verwendeten Daten wurden erhoben durch das Robert Koch Institut (RKI), die Johns Hopkins University (JHU) und den European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)


Infektiologie: Infektionsrate ist Zahl der Neuinfektionen, Anzahl der Neuerkrankungen an einer Infektionskrankheit, wie aktuell zum Beispiel bei Corona


Die Leiterin einer israelischen Studie zur Wirksamkeit einer vierten Corona-Impfung sieht einen beobachteten fünffachen Anstieg der Antikörper als „gut, aber nicht ausreichend“ an. „Wir sehen einen bestimmten Anstieg der Antikörper, aber der Anstieg ist nicht sehr beeindruckend“, sagte Professor Gili Regev der israelischen Nachrichtenseite „ynet“ am Mittwoch zu vorläufigen Ergebnissen der Studie.

Man sei kurz nach der vierten Impfung wieder auf demselben Antikörper-Stand wie kurz nach der dritten, sagte Regev. Sie habe sich von einer zweiten Booster-Impfung mehr erhofft.

Es könne nicht das Ziel sein, sich etwa alle vier Monate erneut gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Paul-Ehrlich-Institut: 1028 Todesfälle nach Corona-Impfung in Deutschland

In 10.578 Verdachtsfällen traten nach einer Impfung schwerwiegende, unerwünschte Reaktionen auf. 1028 Menschen starben. Ab diesem Punkt sind die Impfungen sofort einzustellen

1. weil der mRNA Protein Nanopartikel Impfstoff nicht wirklich schützt und die Erkrankungen weiterhin über Geimpfte weiter getragen werden.

2.

Deutschland hat seit über 20 Jahren Pflegepersonalmangel, Kliniken wurden rationalisiert und Betten in allen Bereichen abgebaut, das Gesundheitssystem wurde besonders in den ländlichen Gebieten marodiert.


Katastrophenschutz (KatS) bezeichnet die Maßnahmen, die getroffen werden, um Menschen, Umwelt und bestimmte Sachwerte in oder vor der Entstehung einer Katastrophe zu schützen und die Versorgung der Menschen zu wahren, ist  nicht gegeben, es funktionierten nicht einmal die Sirenen. Deutschland ist eine rot-grüne Merkel-Spahn Lauterbach Katastrophe. China baute innerhalb von 2 Tagen ein Not Krankenhaus auf, derweil alte Menschen in Deutschland isoliert erstickten und ihren qualvollen Tod ohne Familienangehörige erleben mussten, selbst die letzte Ölung wurde ihnen im Sterben verweigert

Die Bundesregierung hat versagt und die Parteien wurden reicher durch Sponsoring und Spenden von Pfizer & Co, der sich sprichwörtlich dumm und dämlich verdient und mit der Impfpflicht (Nein es ist Impfzwang) für untaugliche Waren eine Garantie Abnahme bekommt. 4 mal im Jahr 83 Millionen Menschen abspritzen nur in Deutschland, bringt jedes Jahr weltweit 120 Milliarden Dollar ein und das Jahr für Jahr