Die mRNA-Impfstoffe enthalten den Bauplan für einen bestimmten Bestandteil des Virus. Dieser Bauplan wird im Reagenzglas künstlich hergestellt und besteht aus mRNA. Im Fall der Covid-19-Impfung trägt der Bauplan die Anleitung für das Spike-Protein des Coronavirus. Dieses Protein bedeckt die Oberfläche des Virus wie Stacheln und ist daher gut für unser Immunsystem erkennbar. Im mRNA-Impfstoff wird die mRNA zu ihrem Schutz in eine Hülle aus Fetten (Lipid-Nanopartikel) eingepackt, damit sie in Körperzellen gelangen kann und nicht sofort wieder abgebaut wird.

Der Impfstoff wird in den Muskel eines Menschen gespritzt. Die Körperzellen nehmen die mRNA auf, lesen den Bauplan ab und produzieren das Spike-Protein. Dieses wird anschliessend an die Oberfläche der Zelle transportiert und kann so von den Immunzellen erkannt werden. Das Immunsystem wird dadurch aktiviert und es werden beispielsweise Antikörper gegen das Spike-Protein gebildet. Weiter wird im Immunsystem eine Erinnerung hinterlegt, welche die Person bei einer erneuten Infektion vor dem Virus schützt.

Sowohl bei mRNA-Impfstoffen als auch bei Vektorimpfstoffen wird der Bauplan für das Spike-Protein des Coronavirus in die Zellen eingeschleust. Die beiden Impfstoffe unterscheiden sich bei der Art des Bauplans (mRNA bei mRNA-Impfstoffen, DNA bei Vektorimpfstoffen) und bei der Umhüllung (Fetthülle bei mRNA-Impfstoffen, Adenovirushülle bei Vektorimpfstoffen).

Ein Video vom Heilmittelinstitut Swissmedic erklärt auch, wie mRNA-Impfstoffe funktionieren.

In der schwedischen Studie betrug die Impfeffektivität nach mehr als sieben Monaten bei den über 80-Jährigen nämlich nur noch 4 Prozent, für Menschen zwischen 65 und 79 Jahren 16, bei den 50- bis 64-Jährigen 20 und bei den unter 50-Jährigen dagegen noch 46 Prozent. Bei Männern hatte die Impfeffektivität stärker nachgelassen als bei Frauen (26 Prozent beziehungsweise 41). die Antikörpermengen nehmen nach einer Impfung im Laufe der Zeit ab.

Das ist bei vielen Impfungen der Fall. Team um Peter Nordström von der Universität in Umea

Hintergrund:

Ob die Wirksamkeit des Impfstoffs gegen die Coronavirus-Krankheit 2019 (Covid-19) länger als 6 Monate anhält, ist unklar.


Methoden:

Eine retrospektive Kohortenstudie wurde unter Verwendung schwedischer landesweiter Register durchgeführt. Die Kohorte umfasste 842.974 Paare (N=1.684.958), darunter Personen, die mit 2 Dosen ChAdOx1 nCoV-19, mRNA-1273 oder BNT162b2 geimpft wurden, und übereinstimmende ungeimpfte Personen.


Vom 12. Januar bis 4. Oktober 2021 wurden Fälle von symptomatischer Infektion und schwerem Covid-19 (Krankenhausaufenthalt oder 30-Tage-Mortalität nach bestätigter Infektion) erfasst.


Ergebnisse:

Die Impfstoffwirksamkeit von BNT162b2 gegen Infektionen nahm von 92 % (95 % KI, 92-93, P<0,001) an Tag 15-30 allmählich auf 47 % ab (95 % KI, 39-55, P<0,001 .). ) an Tag 121-180 und ab Tag 211 konnte keine Wirksamkeit nachgewiesen werden (23%; 95% CI, -2-41, P=0,07). Die Wirksamkeit nahm für mRNA-1273 etwas langsamer ab und wurde ab Tag 181 auf 59% (95% CI, 18-79) geschätzt. Im Gegensatz dazu war die Wirksamkeit von ChAdOx1 nCoV-19 im Allgemeinen geringer und nahm schneller ab, wobei ab Tag 121 keine Wirksamkeit nachgewiesen wurde (-19%, 95% CI, -97-28), während die Wirksamkeit von heterologem ChAdOx1 nCoV-19 / mRNA wurde ab 121 Tagen beibehalten (66%; 95% CI, 41-80). Insgesamt war die Wirksamkeit des Impfstoffs bei Männern und älteren Personen geringer und nahm schneller ab. Für den Endpunkt schweres Covid-19 ging die Wirksamkeit von 89 % (95 % KI, 82-93, P < 0,001) an Tag 15-30 auf 42 % (95 % KI, -35-75, P=0·) zurück. 21) ab Tag 181, wobei Sensitivitätsanalysen eine deutliche Abnahme bei Männern, älteren gebrechlichen Personen und Personen mit Komorbiditäten zeigten.


Interpretation:

Die Wirksamkeit des Impfstoffs gegen eine symptomatische Covid-19-Infektion nimmt im Laufe der Zeit in allen Untergruppen allmählich ab, jedoch mit unterschiedlicher Geschwindigkeit je nach Art des Impfstoffs und schneller bei Männern und älteren gebrechlichen Personen. Die Wirksamkeit gegen schwere Erkrankungen scheint über 9 Monate hoch zu bleiben, jedoch nicht für Männer, ältere gebrechliche Personen und Personen mit Komorbiditäten